Energetische Gebäudemodernisierung lohnt sich nicht immer

Nach einer neueren Studie „Energetische Modernisierung des Gebäudebestandes: Herausforderungen für private Eigentümer“, die das Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln, in Auftrag gegeben hat, lohnen sich energetische Modernisierungsmaßnahmen eines Wohngebäudes für den Eigentümer oftmals nicht. Damit sich Investitionen in die energetische Ertüchtigung von Wohngebäuden amortisieren sind der Studie zufolge eine Mehrzahl von Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Gleichzeitig mit der energetischen Modernisierung sollten von dem Eigentümer ohnehin regelmäßig anfallende Erhaltungs-/Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt werden.
  2. Das Gebäude muss sich vor der Modernisierungsmaßnahme in einem schlechten, deutlich verbesserungsfähigen energetischen Zustand befunden haben.
  3. Die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen dafür, dass der Vermieter die Mieter an den Investitionskosten beteiligen kann, sollten gegen sein.
  4. Die durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen sollten der Art und dem Umfang nach förderfähig sein. Die Fördermittel, die in der Regel durch die KfW zur Verfügung gestellt werden, sollten von dem Eigentümer auch tatsächlich in Anspruch genommen werden können.

In der Zusammenschau wird ersichtlich, dass diese Voraussetzungen in toto selten erfüllt sind. Der jeweilige Eigentümer sollte sich deshalb fachkundig beraten lassen.

(Quelle: Haus + Grund)

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