Ab dem 1.7.2017 gelten neue Pfändungsfreigrenzen

Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen wird jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres an die Entwicklung des steuerlichen Freibetrags für das sächliche Existenzminimum angepasst. Da sich der steuerliche Grundfreibetrag seit dem letzten Stichtag am 1.7.2015 um mehr als 5 % erhöht hat, resultieren hieraus nun auch für Arbeitseinkommen höhere Pfändungsfreigrenzen. Erhöht werden dabei die geschützten Beträge, die bei einer Zwangsvollstreckung in Forderungen und andere Vermögensrechte nicht vom Gläubiger gepfändet werden dürfen. Durch diesen besonderen Pfändungsschutz wird sichergestellt, dass Schuldner auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens ihr Existenzminimum sichern und gegebenenfalls ihren gesetzlichen Unterhaltspflichten nachkommen können. So erhöht sich der unpfändbare Grundbetrag bei einem monatlichen Lohnzahlungszeitraum von bisher 1.073,88 € auf nunmehr 1.133,80 €. Für Angehörige, denen der Schuldner zum Unterhalt verpflichtet ist, sieht das Gesetz neben dem Grundbetrag zusätzliche Freibeträge vor. Ist der Schuldner beispielsweise einer Person zum Unterhalt verpflichtet, erhöht sich das unpfändbare Einkommen nun um weitere 426,71 € und für jede weitere unterhaltsberechtigte Person um jeweils 237,73 €. Nur wenn Schuldner also mehr verdienen als den so ermittelten Pfändungsfreibetrag, können Gläubiger in den darüber hinausgehenden Verdienst vollstrecken, wobei dem Schuldner auch von diesem Mehrbetrag ein bestimmter Anteil verbleibt.

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