Arbeitsecke kein Arbeitszimmer

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden (BFH Urteil vom 17.02.2016 – X R 32/11), dass ein in der Privatwohnung liegender Raum, der zum großen Teil auch privat genutzt wird, sog. Arbeitsecke, nicht als Betriebsausgaben/Werbungskosten berücksichtigt werden kann.

Aufwendungen für einen in die häusliche Sphäre eingebundenen Raum, der sowohl zur Erzielung von Einkünften, als auch zu privaten Zwecken genutzt wird, die private Nutzung muss aber in mehr als nur untergeordneten Umfang erfolgen, sind insgesamt nach § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG nicht abziehbar.

Das gilt auch für Zimmer, die im Wege einer räumlichen Aufteilung mit einer Arbeitsecke zur Erzielung von Einnahmen und in der übrigen Fläche zu privaten Zwecken genutzt werden. Eine Abtrennung durch ein Regal reicht laut BFH nicht aus, um aus einem Raum insgesamt zwei Räume zu machen. Deshalb wurde in dem Urteil die Berücksichtigung von  anteiligen Aufwendungen für die Arbeitsecke nicht als Betriebsausgaben/Werbungskosten, akzeptiert.

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