verweigert der Mieter Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, kann der Vermieter kündigen

Es passiert gar nicht so selten im Mietrecht: Der Mieter behauptet einen Mangel, doch einen Termin zur Besichtigung in der Wohnung mit dem Vermieter und gegebenenfalls Handwerkern verweigert der Mieter.

Völlig losgelöst davon, dass in solch einer Konstellation der Mieter sein Recht auf Mietminderung bei Mängeln schnell verspielt, kann solch ein Verhalten auch die Kündigung des Mietverhältnisses rechtfertigen, wie nun der Bundesgerichtshof festgestellt hat (BGH, Urteil vom 15.04.2015 – VIII ZR 281/13). In solch einem Fall muss der Vermieter u.U. nicht erst auf Duldung der Durchführung der Maßnahmen gegen den Mieter klagen und einen rechtskräftigen Titel erstreiten, sondern er kann u.U. eine außerordentlich fristlose Kündigung aussprechen, wenn die Fortsetzung des Mietverhältnisses für den Vermieter unzumutbar ist. Ebenfalls ist die ordentliche Kündigung denkbar, wenn in dem Verhalten des Mieters eine schwerwiegende Vertragsverletzung vorliegt.

Rechtsanwalt Dr. Boris Mattes
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht
Fachanwalt für Familienrecht
weitere Schwerpunkte: Bankrecht & Kapitalanlagerecht, Internetrecht (mit Wettbewerbs-, Marken- und Urheberrecht)
————————————————————————————————-
Sekretariat & Durchwahl: Fr. Frank & Frau Zagorjan, Tel.: 0751-36331 -12/-14
Twitter | Kanzlei-Blog
————————————————————————————————-

Kanzlei & Postanschrift:
Rommelspacher Glaser Prüß Mattes PartG mbB
Fachanwälte | Steuerberater | Mediator
Eywiesenstraße 6 | D-88212 Ravensburg
Tel: 0751 36 33 1-0 | Fax: 0751 36 33 1-33
E-Mail: info@RoFaSt.de | Homepage: www.RoFaSt.de

Dieser Beitrag wurde unter Mietrecht abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.