Vermieter kann auch bei grundsätzlich erlaubter Untervermietung kündigen, wenn die Vermietung an Touristen erfolgt

Manch Mieter mag es für eine clevere Idee halten: Der Mietvertrag lässt die Untervermietung zu und ein Zimmer in der Wohnung wird eh momentan nicht gebraucht – über Internetplattformen wie wimdu, airbnb oder 9flats lassen sich solche „freien Plätze“ schnell lukrativ vermarkten.

Doch diese Idee mit dem zu Verdienst kann schnell den Vermieter auf den Plan rufen, denn der muss eine kostenpflichtige Untervermietung an Touristen nicht ohne weiteres dulden und kann dem Mieter – in der Regel nach vorheriger Abmahnung – den Mietvertrag kündigen wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe nun entschied (Az. VIII ZR 210/13).

Denn die gesetzlich grundsätzlich mögliche Untervermietung erfolgt in der Regel auf unbestimmte Zeit und unterscheidet sich von der Überlassung der Wohnung oder Teile der Wohnung an Touristen erheblich.

Nachdem der BGH in seiner recht kurzen Begründung ausdrücklich auf die kostenpflichtige Untervermietung an Touristen abstellt, dürfte das Urteil (zunächst) jedenfalls keinen Einfluss auf das so genannte Couchsurfing haben, bei dem ein Schlafplatz über ein Internet-Netzwerk fremden Couchsurfern überlassen wird.

Sollten sie als Vermieter oder Mieter Fragen zum Mietrecht haben, so steht Ihnen in unserer Kanzlei Rechtsanwalt Dr. Boris Mattes, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, gerne zur Verfügung:

Rommelspacher Glaser Prüß Mattes PartG mbB
Fachanwälte | Steuerberater
Kanzlei & Postanschrift:
Rommelspacher Glaser Prüß Mattes PartG mbB
Fachanwälte | Steuerberater
Eywiesenstraße 6 | D-88212 Ravensburg
Tel: 0751 36 33 1-0 | Fax: 0751 36 33 1-33
Rechtsanwalt Ravensburg

Dieser Beitrag wurde unter Mietrecht abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*