ungenehmigte Untervermietung = fristlose Kündigung

Ein Mietvertrag kommt zwischen Vermieter und Mieter zu Stande, soweit so klar. Die beiden Vertragspartner waren übereingekommen miteinander einen Vertrag zu schließen, die Bedingungen wurden miteinander ausgehandelt oder – was der Regelfall sein dürfte – der Vermieter hatte einen entsprechenden Mietvertrag vorbereitet.

Dennoch kann es gewissen Konstellationen dazukommen, dass sich etwas an diesem Verhältnis ändert, nämlich spätestens dann, wenn über eine Untermiete nachgedacht wird. Aus Mietersicht sollte der Vermieter immer vor der Untervermietung informiert und sein Einverständnis eingeholt werden, am besten durch schriftliche Bestätigung. Denn macht der Mieter dies nicht, so können neben den bekannten rechtlichen Konsequenzen des § 540 BGB dem Mieter sogar eine fristlose Kündigung drohen.

So sah es jedenfalls das Amtsgericht München, das über den Fall zu entscheiden hatte, dass durch den Mieter eine ungenehmigte Untervermietung erfolgt war und auf Nachfrage des Vermieters der Mieter sogar bestritt, dass eine Untervermietung erfolgt sei. Aus Sicht der Münchner Richter untragbar, denn solch einem Fall das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter der Art in Mitleidenschaft gezogen, dass eine fristlose Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung erfolgen könne (Az. 423 C 29146/12).

Haben auch Sie Fragen zu Untervermietung oder anderen Problemen im Mietrecht, so steht Ihnen in unserer Kanzlei Rechtsanwalt Dr. Mattes, Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht, gerne zur Verfügung.

Rommelspacher Glaser Prüß Mattes
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