Kosten für privates Jura-Repetitorium können unterhaltsrechtlicher Mehrbedarf sein

Viele Jura Studenten nehmen zur Vorbereitung auf das Staatsexamen an privaten Repetitorien teil. Das OLG Hamm hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob die Kosten hierfür als unterhaltsrechtlicher Mehrbedarf zusätzlich zum Kindesunterhalt von den barunterhaltspflichtigen Eltern zu tragen sind. Eltern schulden ihrem Kind grundsätzlich Unterhalt für eine Ausbildung. Die nicht unerheblichen Kosten für eine private Examensvorbereitung kann das Kind von seinen Eltern aber nach dem Beschluss des OLG nur verlangen, wenn die Universität keine kostenlosen Examensvorbereitungskurse anbietet. Soweit das unterhaltsberechtigte Kind der Meinung ist, dass diese Universitätskurse unzureichend sind und so gut wie alle Studenten an privaten Repetitorien teilnehmen, hat es dies vollumfänglich darzulegen und zu beweisen. Als Mehrbedarf kann nur eine kostenverursachende Maßnahme anerkannt werden, wenn sie berechtigt ist und die Kosten hierfür angemessen sind.

In Fragen des Unterhaltsrechts steht Ihnen Frau Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Antje Rommelspacher gerne zur Verfügung.

Dieser Beitrag wurde unter Familienrecht abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Kosten für privates Jura-Repetitorium können unterhaltsrechtlicher Mehrbedarf sein

  1. Susanne Schmidt sagt:

    Meine Tocher möchte dsa Studium um ein Jahr über die Studienregelzeit (also von 9 auf 11 Semester) überziehen, damit sie im 10 und 11 Semester ein Repetitorium mcahen kann.
    Meine Frage ist, ob ich während der Überzeihung der Studienregelzeit vollen Unterhalt leisten muss?
    Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus.
    Viele Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*