Abziehbarkeit des Pflichtteilsanspruchs als Nachlassverbindlichkeit

Im Erbschaftsteuerrecht zählen die geltend gemachten Pflichtteilsansprüche zu den abzugsfähigen Nachlassverbindlichkeiten. Dem bloßen Entstehen des Anspruchs auf einen Pflichtteil mit dem Erbfall kommt jedoch erschaftsteuerlich noch keine Bedeutung zu.

In einem nicht alltäglichen Fall musste der Bundesfinanzhof (BFH) nun  entscheiden, ob ein ursprünglich Pflichtteilsberechtigter, welcher nach dem Tod des eigentlich Verpflichteten , den gegen sich selbst als Erbe des Verpflichteten geltend gemachten Pflichtteil als Nachlassverbindlichkeit abziehen kann.

Entgegen der Vorinstanz bejahte der BFH die Möglichkeit des Abzugs. Zivilrechtlich sei eine Geltendmachung zwar nicht mehr möglich, steuerlich sei dies jedoch anders zu beurteilen.

Dieser Fall zeigt erneut, dass im täglichen Leben Konstellationen auftreten können, welche man kaum vorhersehen kann. Diese Konstellationen können erbrechtlich und steuerrechtlich völlig anders zu berwerten sein. Deshalb ist es wichtig einen Berater an der Seite zu haben, der sowohl die zivilrechliche als auch die steuerrechtliche Seite beherrscht.

In unserer Kanzlei hat sich Rechtsanwalt und Steuerberater Tobias Rommelspacher neben dem Steuerrecht auch auf das Erbrecht spezialisiert. Für Fragen steht er Ihnen gerne zur Verfügung.

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