Bundesfinanzhof muss sich erneut mit Au-Pair Aufenthalt im Ausland beschäftigen

Bereits im Juni hatten wir in diesem Blog auf die Möglichkeit eines Kindergeldanspruchs für ein sich im Ausland befindliches Kind hingewiesen. Diese Problematik beschäftigt den Bundesfinanzhof (BFH) weiter. In einem neuen Urteil entschied er, dass im Rahmen eins Au-Pair Aufenthalts im Ausland für eine Kindergeldberechtigung eine  hinreichend gründliche theoretisch-systematische Sprachausbildung notwendig ist.

In der aktuellen Entscheidung wurde ein Anspruch auf Kindergeld versagt, da ein Auslandsaufenthalt ohne gründliche Sprachausbildung nicht bereits deshalb zur Berufsausbildung gehört, weil er Erfahrungen und Fähigkeiten vermittelt, die sich allgemein förderlich auf die Aussichten eines Ausbildungsplatzes auswirken, ohne dafür jedoch erforderlich zu sein. Denn derartige Vorteile können auch durch andere Art eines Auslandsaufenthalts, wie zum Beispiel durch längere Besuche bei im Ausland lebenden Verwandten, erreicht werden.

Allerdings können Sprachaufenthalte im Ausland als Berufsausbildung anerkannt werden, und zwar auch dann wenn der Fremdsprachenunterricht nur einen geringen Umfang umfasst. Voraussetzung ist jedoch, dass ein über die übliche Vor- und Nachbereitung hinausgehender erheblicher zusätzlicher Zeitaufwand des Kindes notwendig ist. Dies kann z.B. darauf beruhen, dass Einzelunterricht oder fachlich orientierter Sprachunterricht erteilt wird oder das Kind Vorträge in der Fremdsprache hält.

Für alle Fragen rund ums Kindergeld steht Ihnen in unserer Kanzlei Herr Rechtsanwalt und Steuerberater Tobias Rommelspacher zur Verfügung.

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