Ewigdauernde Verpflichtung dauert in der Schweiz 655 Jahre

In der Schweiz entschied ein Kantonsgericht nach 655 Jahren, dass eine ewigdauernde Verpflichtung für einen Nachfahren des ursprünglich Verpflichteten nicht mehr gilt.

Nach einem angeblichen Mord Mitte des 14. Jahrhunderts musste der Täter in einer Kirche für sein Seelenheil und und um sich der Rache der Familie des Getöteten zu entziehen ein ewiges Licht spenden. Für den Fall, dass er dieser Verpflichtung nicht nachkomme, falle der Grundbesitz an die Kirche. Bis jetzt kamen die Nachfahren des Täters dieser Verpflichtung immer nach.

Die Kirche wollte nun die Verpflichtung ins Grundbuch eintragen lassen. Hiergegen wehrte sich der Nachfahre und klagte gegen die Verpflichtung die Kosten für das nachzufüllende Öl in Höhe von jährlich ca. 70 Schweizer Franken weiterhin tragen zu müssen mit Erfolg.

Das Licht wird aber weiter brennen, da sich der Bischof von Chur bereit erklärte zukünftig die Kosten für das Licht zu tragen.

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