Kosten für kosmetische Operationen sind unterhaltsrechtlicher Sonderbedarf

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte darüber zu entscheiden, ob Kosten für wiederkehrende kosmetische Operationen als Mehrbedarf oder als Sonderbedarf einzustufen sind. Der Unterschied besteht für den Unterhaltsberechtigten in der Geltendmachung. Mehrbedarf entsteht regelmäßig und ist vorhersehbar. Hierunter fallen beispielsweise Kosten für spezielle Medikamente. Sonderbedarf hingegen ist ein nicht vorhersehbarer, unregelmäßig außergewöhnlich hoher Bedarf. Der Mehrbedarf kann bereits im Voraus zusammen mit dem Elementarunterhalt geltend gemacht werden. Sonderbedarf ist für jeden Einzelfall geltend zu machen .
Im vorliegenden Fall des BGH hatte dieser entschieden, dass Kosten für Fettabsaugungen nicht als Mehrbedarf verlangt werden können, weil eine feste Zeitspanne, innerhalb derer diese wiederholt werden müssen nicht festgelegt werden kann und eine Pauschalierung untunlich ist. Der oder die Unterhaltsberechtigte müssen Kosten für kosmetische wiederkehrende Operationen somit jeweils im Einzelfall geltend machen, eine Pauschalierung ließ der BGH nicht zu.

In Fragen des Familienrechts steht Ihnen Frau Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Antje Rommelspacher gerne zur Verfügung.

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