Botoxbehandlungen durch Zahnärzte nicht vom Zahnheilkundegesetz gedeckt

Das Verwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass ein Zahnarzt gegen das Zahnheilkundegesetz verstößt, wenn er einem Patienten Hyaloronsäure und Botolinumtoxin (Botox) in Gesichtsbereich und Hals injiziert, da Zahnärzte grundsätzlich nur berechtigt sind, Behandlungen vorzunehmen, die sich auf den unmittelbaren Behandlungsansatz im Bereich der Zähne, des Mundes und des Kiefers beziehen. Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts könnte eine Behandlung der Lippen als äußere Grenze des Mundbereichs zwar noch dem Mund im Sinne von § 1 Abs. 3 Zahnheilkundegesetz zugeordnet werden. Das Behandeln der von Mund, Zähnen und Kiefer weiter entfernten Naso-Labial-Falte und sonstigen Bereichen der Gesichtshaut bezieht sich dagegen nicht auf den Behandlungsbereich eines Zahnarztes.

In Fragen des Medizinrechts steht Ihnen Rechtsanwältin Antje Rommelspacher gerne zur Verfügung.

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